Viel hilft viel? Nicht bei der Hautpflege!

Weniger ist manchmal mehr – das gilt auch für die Hautpflege. Denn wenn Sie Ihrer Haut zu viel des Guten zumuten, könnte sie auf die Überpflege mit Irritationen reagieren. Wenn sich Rötungen, Bläschen und schuppige Pusteln, die spannen und jucken, scheinbar über Nacht einstellen, ist nicht immer eine Allergie die Ursache. Es könnte sich auch um eine Periorale Dermatitis handeln. Diese nicht ansteckende Hauterkrankung siedelt sich „perioral“ – also um den Mund herum – an und wird nicht durch zu wenig, sondern durch ein zu viel an Pflege ausgelöst. Wenn Sie also zu viele Pflegeprodukte gleichzeitig verwenden oder ständig Neues ausprobieren, laufen Sie Gefahr, eines Morgens mit dem lästigen Hautausschlag aufzuwachen.

Periorale Dermatitis – wenn zu viel Pflege zum Problem wird

Die Periorale Dermatitis ist eine Entzündungsreaktion der Haut, mit der sie sich gegen die Überpflege zur Wehr setzt. Die Haut wird trockener und spannt, bildet Pusteln, Pickel und Bläschen. Wer jetzt noch mehr cremt, um den Fett- und Feuchtigkeitshaushalt der Haut zu verbessern, kann die Symptome sogar noch verschlimmern. Hautärzte warnen daher vor einem Überpflegen der Haut. Nicht nur, weil man mit zu viel Cremes und Lotions der Haut quasi die Luft zum Atmen nimmt, sondern weil die Haut mehrere Pflegeprodukte mit den unterschiedlichsten Zusammensetzungen, auf Dauer immer schwerer verkraftet. Sobald erste Symptome einer Perioralen Dermatitis um Ihren Mund auftreten, sollten Sie Ihre Gesichtspflege sofort absetzen und schnellstmöglich einen Hautarzt aufsuchen, der die Beschwerden mit dermatologisch wirksamen Medikamenten zum Abklingen bringen kann.

Die Hautpflege nicht übertreiben

Bei zu viel Pflege droht eine Periorale Dermatitis

Sich morgens und/oder abends einzucremen reicht in der Regel völlig aus. Fotos: fotolia-Dan Race/fotolia-Uwe Grötzner

Aber auch bei der Körperpflege tun gerade Frauen gern zu viel des Guten. Eine zu reichhaltige Körpercreme, die auf der Haut klebt und schwer einzieht, ist ebenso abträglich wie die Feuchtigkeitslotion besonders dick aufzutragen. Eine solche Überpflege könnte die körpereigene Fettproduktion herabsetzen und dadurch unbeabsichtigt einen Teufelskreis aus ständigen Trockenheitsgefühlen und immer häufigerem Nachcremen in Gang setzen. Um dem entgegenzuwirken ist es ratsam, die tägliche Pflege nicht zu übertreiben und darauf zu achten, dass die verwendeten Pflegeprodukte auch zum Hauttyp passt:

  • Eine Überpflege mit zu viel Fett und Feuchtigkeit ist bei trockener bis sehr trockener Haut nahezu unmöglich, allerdings reagiert dieser empfindliche Hauttyp sehr sensibel auf zu viele Wirkstoffe gleichzeitig. Deshalb beschränken wir uns bei der Herstellung von Hautlotionen und Hautölen für die Pflege der sehr trockenen und empfindlichen Haut im Gesichts- und Körperbereich auf ein Minimum an Wirkstoffen und verzichten auf alles (Emulgatoren, Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe), was die Haut unnötig reizt.
  • Fettreiche Produkte sind für unreine und fettige Haut absolut ungeeignet. Bei diesem Hauttyp produzieren die Talgdrüsen mehr als ausreichend Fett, so dass eine Überpflege schnell geschehen ist.
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