Oxidativer Stress: Hautalterungsfaktor Nr. 1

Unsere Haut ist täglich einer Vielzahl von Belastungen ausgesetzt, die sie in ihrer natürlichen Schutzfunktion beeinträchtigen können. Manche sind hausgemacht, wie häufige Sonnenbäder, Rauchen, zu wenig Schlaf oder eine ungesunde Ernährung. Anderen können wir nicht aus dem Weg gehen: Feinstaub, Autoabgasen und anderen Umweltverschmutzungen. Luftschadstoffe erzeugen freie Radikale, die gesunde Zellen schädigen können. Oxidativer Stress wird die Auswirkung freier Radikaler auf die Haut von Dermatologen genannt.

Was sind freie Radikale?

Freie Radikale sind Sauerstoff-Moleküle, denen in ihrem chemischen Aufbau ein Elektron fehlt. Auf der Suche nach diesem fehlenden Elektron, docken sie an stabilen Molekülen – wie etwa Hautzellen – an und entreißen ihnen das benötigte Elektron. Dummerweise wird das zuvor stabile Molekül dadurch selbst zum freien Radikal. Eine Kettenreaktion beginnt, die zu einem Ungleichgewicht mit sichtbaren Folgen für die Haut führen kann. Normalerweise ist das kein Problem für gesunde Haut, wenn denn das körpereigene Schutzsystem über ausreichend Antioxidantien verfügt.

Wie wirken Antioxidantien?

Antioxidantien sind in der Lage, freie Radikale zu stabilisieren, indem sie ihnen das fehlende Elektron überlassen, ohne dabei selbst instabil zu werden. Dadurch werden freie Radikale neutralisiert und können andere Körperzellen nicht mehr angreifen. Antioxidantien werden daher auch Radikalfänger genannt. Vitamin C ist so ein Antioxidans und reichlich in vielen Obst- und Gemüsesorten enthalten. Aber auch bei Hautpflegeprodukten kommen Antioxidantien gezielt zum Einsatz. So wirken natürliche Stoffe wie Carotinoide, Polyphenole und die Vitamine A, C, und E, die eine intensive antioxidative Wirkung haben, in Cremes und Lotionen der Hautalterung durch freie Radikale entgegen.

Folgen der Luftverschmutzung für die Haut

Oxidativer Stress ist der Hautalterungsfaktor Nr. 1.

Die Luftverschmutzung hat Folgen für das Feuchthaltevermögen der Haut. Fotos: fotolia-Picture-Factory/fotolia-red13fotostudio

Doch nicht nur oxidativer Stress belastet die Haut. In Studien haben Wissenschaftler die negativen Auswirkungen der Luftverschmutzung auf das Feuchthaltevermögen der Haut und auf eine übermäßige Abschuppung nachgewiesen. Ozon und Stickoxide können zudem zu Hautreizungen und Entzündungen führen, während Kohlenmonoxid einen Sauerstoffmangel des Gewebes auslösen kann. Dadurch wird der Stoffwechsel der Haut verlangsamt, was zu einem fahlem Teint und Hauttrockenheit führen kann.  Schwefeldioxid kann für Schäden am Säureschutzmantel der Haut verantwortlich sein und Schwebeteilchen in der Luft können Hautreizungen und Allergien hervorrufen. Perfekter Pflegepartner für die Haut sind daher Lotions, die reich an hautverwandten Lipiden (Fetten) sind und die Regeneration der Hautschutzbarriere unterstützen.

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