Trockene Haut: Fast jede/r Dritte betroffen

Wie eine aktuelle Studie eines deutsch-schweizerisches Dermatologenteams ergab, leidet fast jede/r dritte Deutsche unter trockener Haut. An der im Fachmagazin der „European Academy of Dermatology and Venereology“ veröffentlichten Studie nahmen mehr als 48.000 Angestellte aus 343 Unternehmen teil.

Ursachen trockener Haut

Trockene Haut neigt zu Juckreiz und Spannungsgefühlen und wird empfindlicher für kleine Verletzungen. Fotos: fotolia-Adiano/123rf-maska82

Eine trockene Haut kann verschiedene Ursachen haben, die vielfach auch zusammenspielen:

  • Weil die Haut von Säuglingen noch nicht vollkommen ausgereift und der Säureschutzmantel noch nicht stabil ist, ist die Haut von Babys meist sehr empfindlich und trocknet schneller aus.
  • Bei älteren Menschen hängen trockene Hautzustände dagegen mit dem natürlichen Alterungsprozess zusammen. Die Erneuerung der Hautzellen verlangsamt sich, während die Talgdrüsen weniger Fett produzieren. Gleichzeitig sinkt das Feuchthaltevermögen der Haut, so dass die Haut zunehmend trockener und empfindlicher wird.
  • Häufig spielt eine erbliche Veranlagung eine Rolle.
  • Aber auch äußere Einflüsse haben Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit und den Zustand der Haut. Sonne, Wind und Kälte, aber auch trockene Heizungsluft begünstigen trockene Hautzustände.
  • Die falsche oder ein Zuviel an Pflege kann ebenfalls zur Belastung für die Haut werden. So können zu häufige oder zu heiße Voll- und Duschbäder die natürliche Hautbarriere angreifen und zu Fett- und Feuchtigkeitsverlusten führen.
  • Trockene, rissige und schuppige Hautareale können auf Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Psoriasis hinweisen.
  • Eine starke Hauttrockenheit kann auch im Zusammenhang mit Diabetes mellitus, einer Krebstherapie, Nieren- und Darmerkrankungen oder Lebensmittelunverträglichkeiten stehen.
  • Trockene Hautzustände können auch eine Nebenwirkung von Medikamenten sein.

Wichtig: Eincremen nicht vergessen

Trockene Haut ist kein rein kosmetisches Problem. Fehlt es der Haut dauerhaft an Feuchtigkeit und Fett, wird auch ihre Schutzfunktion eingeschränkt. Sie neigt zu Juckreiz und Spannungsgefühlen und wird empfindlicher für kleine Verletzungen, die zu Entzündungen und Hautirritationen führen können. Um trockener Haut vorzubeugen oder die Symptome zu lindern, ist eine aufeinander abgestimmte Hautreinigung und -pflege wichtig. So sollten Sie zum Duschen und Baden immer ein mildes Duschgel oder einen Badzusatz mit rückfettenden Eigenschaften verwenden. Anschließend ist das sorgfältige Eincremen mit einer Bodylotion unerlässlich, die die Haut mit ausreichend Fett und Feuchtigkeit versorgt. Achten Sie darauf, dass die Produkte keine Konservierungsmittel, Duft- und Farbstoffe enthalten, die die Haut zusätzlich austrocknen und reizen können.

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