Profi-Tipps gegen Frizz, fehlendes Volumen & widerspenstiges Haar

Haben Sie Ihr Haar heute Morgen gut in den Griff bekommen oder hatten Sie mit Problemen wie Frizz, fehlendem Volumen oder zu wenig Glanz zu kämpfen? Dann ist heute vielleicht mal wieder so ein so genannter Bad Hair Day,  an dem die Haare widerspenstiger sind als sonst. Meist sind Pflegefehler die Ursache von Haarproblemen wie spröden Längen, Spliss oder kraftlos herunterhängende Strähnen. Doch damit ist jetzt Schluss, denn wir haben die Hamburger Friseurmeisterin Carola Krogmann nach Lösungen gefragt. Hier kommt ihre Anleitung für schönes Haar mit vollem Volumen und seidigem Glanz:

1. So verhindern Sie Frizz

Tipps für den Bad Hair Day vom Profi

Carola Krogmann weiß, dass Pflegefehler die häufigste Ursache von Haarproblemen sind. Fotos: Eva-Catherina Meyer/fotolia-britta60

Wenn sich naturkrauses Haar heftig kräuselt oder glattes Haar wie beim Struwelpeter wild vom Kopf absteht, sprechen wir von Frizz. Grund für den Frizz-Effekt sind trockene Heizungsluft, Mützen oder Rollkragenpullover, durch die sich das Haar elektrostatisch auflädt, aber auch zunehmende Luftfeuchtigkeit, durch die gelocktes Haar zum Kräuseln neigt.

  • Lassen Sie Ihr Haar so oft es geht an der Luft trocknen, denn föhnen fördert den Frizz-Effekt, weil die Haare dadurch leicht an Feuchtigkeit verlieren.
  • Auch ein feuchtigkeitsspendendes oder rückfettendes Pflegeshampoo, das schonend reinigt und einem Austrocknen von Haar und Kopfhaut vorbeugt, ist hilfreich gegen Frizz.
  • Regelmäßiges Bürsten – möglichst mit einer Bürste mit Naturborsten – verteilt das Fett der Kopfhaut in die Längen und schützt so vor Frizz.
  • Haar-Seren und Haar-Öle helfen, die Schuppenschicht zu glätten und Frizz-Haar zu bändigen. Kokosöl zählt zu den natürlichen Haarölen: Einfach eine kleine Menge ins trockene Haar geben und das Haar lässt sich wieder leichter frisieren.

2. Nur gesundes Haar bleibt splissfrei

Ihr Haar ist umso besser vor Spliss geschützt, je intakter seine Schuppenschicht ist. Doch kleine Schäden sind nicht immer zu vermeiden. Ein mildes Shampoo und ein Conditioner in den Längen glättet nach jeder Wäsche die Haaroberfläche und verringert die mechanische Beanspruchung durch das Styling. Lassen Sie zudem Ihr Haar regelmäßig – alle sechs bis acht Wochen – schneiden. Das ist der zuverlässigste Weg, um Spliss zu vermeiden.

3. Was tun gegen nervige Wirbel

An einem Bad Hair Day spielen meist auch die Wirbel verrückt. Diese finden sich vor allem am Oberkopf oder im Nackenbereich. Lassen Sie sich Ihr Haar nicht zu kurz schneiden, weil kurzes Haar leichter auseinander fällt. Gegen hartnäckige Wirbel an einem Bad Hair Day hilft dagegen nur eins: Die Haare an dieser Stelle anfeuchten, einen Sprühfestiger darauf geben und über eine Rundbürste föhnen.

4. Tipps für mehr Volumen

Vor allem feines und dünnes Haar neigt allzu schnell dazu, wieder in sich zusammen zu fallen.

  • Bevor Sie zum Föhn greifen, besprühen Sie den Ansatz mit einem stützenden Ansatzlifter.
  • Um schnell maximales Volumen zu erhalten, das Haar erst antrocknen lassen und dann über Kopf föhnen.
  • Anschließend nur mit den Fingern oder einer großen Bürste in Form bringen.

Übrigens: Durch regelmäßiges Bürsten mit einer hochwertigen Naturhaarbürste können Sie den Haaraufrichtungsmuskel (Musculus arrector pili, der zum Beispiel bei Kältereizen das Aufrichten der Haare auslöst) trainieren. Dabei gilt: Je mehr Training, umso stärker wird er. Darüber hinaus wird die Durchblutung der Kopfhaut intensiviert, wodurch das Haar mehr Vitalität und Schwung erhält.

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