Neurodermitis – welche Hautpflege bringt Linderung?

Jucken, kratzen, jucken – für Eltern ein untrügliches Zeichen, dass ihr Kind unter einem Neurodermitis-Schub leidet.  Die Zahl der Neurodermitis-Patienten hat sich in den letzten Jahren fast verdreifacht. Mehr als zehn Prozent der Jungen und Mädchen im Alter bis sechs Jahre und knapp drei Prozent der Erwachsenen leiden unter der chronisch-entzündlichen Hautkrankheit.

Neurodermitis ist eine atopische Erkrankung

Juckreiz bei Neurodermitis

Das schlimmste für die Betroffenen ist der unerträgliche Juckreiz. Fotos: Adiano-Fotolia/ Konstantin Yuganov – Fotolia

Die Haut von Neurodermitikern ist oft auffallend trocken, sehr empfindlich und kann durch äußere Reize stark irritiert werden. Ihre Schutzfunktion ist gestört, wodurch sie viel mehr Feuchtigkeit als gesunde Haut verliert. Ein Neuordermitis-Schub beginnt mit Rötungen der Haut, die anfangen zu jucken. Vor allem in den Arm- und Kniebeugen sowie an Hals und Händen kommt es zu entzündeten, manchmal nässenden Stellen, die einen Teufelskreis aus Jucken und Kratzen auslösen. Wie Heuschnupfen und Asthma zählt die Neurodermitis zu den atopischen Erkrankungen und wird auch atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis genannt. Bei Atopikern richtet sich das Immunsystem gegen eigentlich völlig harmlose Substanzen aus der Umwelt und reagiert über. Warum jemand erkrankt, ist noch nicht bis ins letzte Detail geklärt. Neben einer erblichen Veranlagung können auch Faktoren wie

  • Inhalts- und Zusatzstoffe von Nahrungsmitteln
  • Blütenpollen
  • Tierhaare
  • Kot von Hausstaubmilben
  • Kleidung, die auf der Haut kratzt, wie etwa Wolle
  • Umweltgifte
  • Stress und starke Emotionen

das überempfindliche Immunsystem reizen und einen Neurodermitis-Schub auslösen.

Konsequente Basispflege auch in beschwerdefreien Zeiten

Mit konsequenter Behandlung durch einen erfahrenen Haut- oder Kinderarzt lässt sich die atopische Dermatitis gut in den Griff bekommen. Dabei ist es wichtig, dass Neurodermitiker auch in den beschwerdefreien Zeiten eine gezielte Basispflege verfolgen, die ihre Haut mit Fett und Feuchtigkeit versorgt. So lassen sich die Intervalle und die Intensität von Neurodermitis-Schüben in vielen Fällen sogar verringern. Im Rahmen dieser Intervall-Pflege hat sich das rückfettende preval Lipogel bewährt, weil es die Haut vor einer weiteren Austrocknung schützt und die geschädigte Barrierefunktion der Haut bei der Regeneration unterstützt. Frei von Wasser und Emulgatoren und ohne Konservierungs- und Farbstoffe beruhigt das unparfümierte Gel die Haut, wodurch Spannungsgefühle und Juckreiz deutlich zurückgehen.

Tipp: Damit kleine Neurodermitiker nachts wieder ruhig schlafen können, empfehlen immer mehr Haut- und Kinderärzte Schlafanzüge mit Silberfasern, für die viele gesetzliche und private Krankenkassen die Kosten ganz oder teilweise übernehmen.

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